Die statistischen Stadtteile von Dresden sind kommunalstatistische Glieder des Stadtgebiets der sächsischen Landeshauptstadt.
Das Dresdner Stadtgebiet wurde 1991 in zehn Stadtbezirke eingeteilt, die in 57 statistische Stadtteile gegliedert sind. Zwischen 1997 und 1999 kamen durch die Eingemeindung nach Dresden mehrere ehemalige Gemeinden oder Gemeindeteile hinzu, von denen neun den Status einer Ortschaft erhielten (und diesen voraussichtlich bis 2034 behalten). Auch sie werden, abhängig von ihrer Einwohnerzahl, in statistische Stadtteile unterteilt oder zu solchen zusammengefasst. Somit gibt es in Dresden zum Zwecke der kleinräumigen Gliederung insgesamt 64 statistische Stadtteile, die wiederum aus 401 statistischen Bezirken bestehen.
Als eigentliche Stadtteile werden hingegen die historisch gewachsenen Teile der Stadt verstanden, die in etwa durch die insgesamt 109 Dresdner Gemarkungen erfasst sind oder aber innenstädtische Stadtteile in den Gemarkungen Altstadt I, Altstadt II oder Neustadt darstellen.
Übersicht
Gemäß der Gemeindeordnung des Freistaates Sachsen können in kreisfreien Städten Stadtbezirke als nachrangige Verwaltungsstellen eingerichtet werden, was im Jahre 1991 in Dresden auch vollzogen wurde. In fünf Stadtbezirke, nämlich Mitte, Nord, Süd, Ost und West, war die Stadt bereits zwischen 1958 und 1991 gegliedert gewesen. Nun entstanden aus diesen fünf Stadtbezirken zehn kleinere Einheiten, die den Einwohnern die Identifikation erleichtern und für mehr Bürgernähe sorgen sollten. Den als vorbelastet angesehenen Begriff Stadtbezirk ersetzte man durch Ortsamtsbereich, im September 2018 erfolgte die Umbenennung in Stadtbezirk. Jedem Stadtbezirk steht ein Stadtbezirksamtsleiter vor.
Die so entstandenen Stadtbezirke unterteilte man in jeweils vier bis acht von der Einwohnerzahl etwa gleich starke und zweistellig durchnummerierte statistische Stadtteile, um statistische Erhebungen besser durchführen zu können. Die unterschiedliche Bevölkerungsdichte in den einzelnen Teilen Dresdens hat zur Folge, dass dichtbesiedelte und zentrumsnahe Areale oder Plattenbaugebiete in mehrere statistische Stadtteile gegliedert sind (zum Beispiel Prohlis und Löbtau), wohingegen mehrere am Stadtrand gelegene Gemarkungen häufig zu einem gemeinsamen statistischen Stadtteil zusammengelegt wurden, wie beispielsweise Hellerau und Wilschdorf sowie Bühlau und Weißer Hirsch. Bei der Abgrenzung zwischen den statistischen Stadtteilen richtete man sich in der Regel nicht nach den alten und mitunter verwinkelten Gemarkungsgrenzen, sondern bevorzugt nach Hauptstraßen, Eisenbahnstrecken und dergleichen. Die statistischen Stadtteile wurden wiederum in statistische Bezirke untergliedert. Diese sind dreistellig durchnummeriert; die ersten beiden Ziffern stehen für den jeweiligen statistischen Stadtteil.
Zwischen 1997 und 1999 erfolgte die Eingemeindung von insgesamt zehn Ortschaften, Ortsteilen oder vormals selbstständigen Gemeinden nach Dresden. Sie wurden in der Regel nicht in die Ortsämter eingegliedert und behielten als sogenannte Ortschaften etwas weiterreichende Befugnisse. Ausnahmen sind das als einfacher Stadtteil zum Stadtbezirk Prohlis gehörende Kauscha sowie das während dieser Eingemeindungswelle zuerst in den Stadtverband aufgenommene Altfranken. Letzteres behielt zwar den Ortschaftsstatus, wurde aber trotzdem dem Stadtbezirksamt Cotta unterstellt. Heute bildet es gemeinsam mit dem nicht zu Cotta gehörigen Gompitz einen eigenen statistischen Stadtteil. Die Ortschaften sind in insgesamt sieben statistische Stadtteile gegliedert. Diese sind auf Grund der geringeren Bevölkerungsdichte flächenmäßig größer als die bewohnten statistischen Stadtteile Dresdens. In der Regel wurden mehrere Ortschaften zu einem statistischen Stadtteil zusammengefasst. Dagegen unterteilte man die große und einwohnerstarke Ortschaft Schönfeld-Weißig in drei statistische Stadtteile. Ein Ortsteil in einer Ortschaft bildet in den meisten Fällen jeweils einen eigenen statistischen Bezirk.
Legende
- Karte: Zeigt die Lage des statistischen Stadtteils (rote Fläche, bei mehreren statistischen Stadtteilen in einem Ortsteil auch gelbe bzw. blaue Fläche) innerhalb des Dresdner Stadtgebiets (graue Fläche).
- Nr.: Nennt die Nummer des statistischen Stadtteils. Die Nummer ist die offizielle Bezeichnung für den statistischen Stadtteil.
- Name: Nennt den Namen des statistischen Stadtteils. Der Name ist ein inoffizieller Zusatz zur Nummer, um die Lage des statistischen Stadtteils besser einordnen zu können.
- Stadtbezirk oder Ortschaft: Gibt an, in welchem Stadtbezirk oder in welcher Ortschaft/in welchen Ortschaften der statistische Stadtteil liegt.
- Statistische Bezirke: Zählt die statistischen Bezirke auf, in die sich der statistische Stadtteil gliedert. Die statistischen Bezirke sind nach Nummern geordnet; die ersten beiden Ziffern der dreistelligen Zahl sind identisch mit der Nummer des jeweiligen statistischen Stadtteils.
- Einwohnerzahl: Gibt die Einwohnerzahl des statistischen Stadtteils mit Stand vom 31. Dezember 2012 an.
- Fläche (Hektar): Gibt die Fläche des statistischen Stadtteils in Hektar an.
Statistische Stadtteile von Dresden
Siehe auch
- Liste der Gemarkungen von Dresden
- Liste der Stadtbezirke und Ortschaften in Dresden
- Entwicklung des Stadtgebiets von Dresden
- Einwohnerentwicklung von Dresden
Weblinks
- Stadtteilliste 1
- Stadtteilkatalog. In: dresden.de. Kommunale Statistikstelle Dresden, abgerufen am 19. Januar 2021.
- Statistische Stadtteile im Themenstadtplan Dresden
- Statistische Bezirke im Themenstadtplan Dresden
Fußnoten




