Bettenfeld ist ein Gemeindeteil der Großen Kreisstadt Rothenburg ob der Tauber im Landkreis Ansbach (Mittelfranken, Bayern). Die Gemarkung Bettenfeld hat eine Fläche von 9,567 km². Sie ist in 1032 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Flurstücksfläche von 9270,73 m² haben. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Herrnwinden, Mittelmühle, Obermühle und Reusch.
Geografie
Das Pfarrdorf liegt an der Schandtauber, einem linken Nebenfluss der Tauber. Unmittelbar südwestlich des Dorfes befindet sich das Naturschutzgebiet Schandtauberhöhle. Im Norden gibt es eine Doline, die als Geotop ausgezeichnet ist.
Die Kreisstraße AN 6 führt die Staatsstraße 1040 kreuzend zur Staatsstraße 2419 bei Lohr (3,5 km südöstlich) bzw. zur Staatsstraße 1022 und als Gemeindeverbindungsstraße weiter nach Schnepfendorf (2 km nördlich). Gemeindeverbindungsstraßen führen nach Reusch (1,5 km westlich), nach Buch zur Landesstraße 1040 (2,5 km südlich) und zur Staatsstraße 1040 bei Herrnwinden (1,8 km östlich).
Geschichte
Im 16-Punkte-Bericht des brandenburg-ansbachischen Oberamts Colmberg aus dem Jahr 1681 hatten in Bettenfeld zwei Untertansfamilien das Kastenamt Colmberg als Grundherrn. Die übrigen Anwesen unterstanden dem Kastenamt Insingen und der Reichsstadt Rothenburg. Das Hochgericht übte die Reichsstadt Rothenburg aus.
Mit dem Gemeindeedikt (frühes 19. Jahrhundert) wurde Bettenfeld dem Steuerdistrikt Lohr zugewiesen. Wenig später entstand die Ruralgemeinde Bettenfeld, zu der Herrnwinden, Mittelmühle, Obermühle und Reusch gehörten. Die Gemeinde hatte eine Gebietsfläche von 9,561 km². Im Zuge der Gebietsreform wurde sie am 1. Mai 1978 nach Rothenburg ob der Tauber eingemeindet.
Einwohnerentwicklung
Baudenkmäler
- Haus Nr. 12: Gasthaus zum Rappen
- Haus Nr. 23: Pfarrhaus, Nebengebäude
- Haus Nr. 24: evangelisch-lutherische Pfarrkirche St. Wendel und Heilig Kreuz, Friedhofsmauer
- Brücke über der Schandtauber
Bodendenkmäler
In der Gemarkung Bettenfeld gibt es 15 Bodendenkmäler.
Religion
Der Ort ist Sitz der Pfarrei St. Wendel und Heilig Kreuz und seit der Reformation evangelisch-lutherisch geprägt. Die Einwohner römisch-katholischer Konfession sind nach St. Laurentius (Gebsattel) gepfarrt.
Literatur
- Johann Kaspar Bundschuh: Bettenfeld. In: Geographisches Statistisch-Topographisches Lexikon von Franken. Band 1: A–Ei. Verlag der Stettinischen Buchhandlung, Ulm 1799, DNB 790364298, OCLC 833753073, Sp. 368 (Digitalisat).
- Georg Paul Hönn: Bettenfeld. In: Lexicon Topographicum des Fränkischen Craises. Johann Georg Lochner, Frankfurt und Leipzig 1747, OCLC 257558613, S. 470 (Digitalisat).
- Hans Karlmann Ramisch: Landkreis Rothenburg ob der Tauber (= Bayerische Kunstdenkmale. Band 25). Deutscher Kunstverlag, München 1967, DNB 457879254, S. 13–14.
- Gottfried Stieber: Bettenfeld. In: Historische und topographische Nachricht von dem Fürstenthum Brandenburg-Onolzbach. Johann Jacob Enderes, Schwabach 1761, OCLC 231049377, S. 251–252 (Digitalisat).
- Pleikard Joseph Stumpf: Bettenfeld. In: Bayern. Ein geographisch-statistisch-historisches Handbuch des Königreiches. Zweiter Theil. München 1853, OCLC 643829991, S. 756 (Digitalisat).
Weblinks
- Bettenfeld in der Ortsdatenbank des bavarikon, abgerufen am 24. November 2021.
- Bettenfeld in der Topographia Franconiae der Uni Würzburg, abgerufen am 18. September 2019.
- Bettenfeld im Geschichtlichen Ortsverzeichnis des Vereins für Computergenealogie
Fußnoten




